Wie erzeuge ich auf dem Atari in Assembler Zufallszahlen für einen bestimmten Zahlenbereich?
Konkret brauche ich eine Routine, die eine Zufallszahl zwischen 0-5 und zwischen 0-23 erzeugt.
Wie erzeuge ich auf dem Atari in Assembler Zufallszahlen für einen bestimmten Zahlenbereich?
Konkret brauche ich eine Routine, die eine Zufallszahl zwischen 0-5 und zwischen 0-23 erzeugt.
0 - 5:
lda 53770
and #5
0-23:
lda 53770
and #23
Mehr sollte dazu nicht nötig sein. Im Akku steht dann die gewünschte Zufallszahl.
PP´s of STARSOFTBerlin____github|meine Webseite|Demozoo
... oder man schreibt besser gleich lda random
Hallo!
Wirklich nur AND #5 ?
Damit dürfte als Ergebnis nur 0,1,4 und 5 herauskommen, oder?
Hab es jetzt nicht getestet aber 5 sind %0101 und nur diese Kombinationen wären erlaubt:
%0000 = 0 %0001 = 1 %0100 = 4 %0101 = 5
Grüße Janko
Meine Projekte findest Du hier...
... also so einfach ist es dann doch nicht.
Das mit dem AND funktioniert nur mit mehfachen von zwei.
Also z.B. wenn ich eine Zufallszahl zw. 0-7 suchen , dann
LDA RANDOM
AND #%00000111
oder bei 0-127
AND #%01111111
aber bei meinem 0-5 und 0-23 klappt das so einfach nicht.
Weitere Vorschläge?
Ja. Da habe ich zu schnell geschossen. War noch nicht ganz wach 😂
Aber mit einem CMP #6 und BCC oder BCS sollte es dann gehen
PP´s of STARSOFTBerlin____github|meine Webseite|Demozoo
Ja, das war mein erster Gedanke:
Loop:
LDA RANDOM
AND #%00000111
CMP #6
BCC ....
JMP Loop
... Zahl im Akku 0-5
Einfach die Schleife so lange laufen lassen bis es passt. Aber das muss doch auch eleganter gehen, oder?
also ich mache es in MADS so:
@ mva random zufall
#if .byte zufall>#5
jmp @-
#end
in zufall steht jetzt eine Zahl zwischen 0 und 5
Ein interessantes Thema mit mehr Tiefe als man denkt:
Hier mal ein andere Herangehensweise:
; Zufallszahl von 0-5 im Akku
ldx #0
ldy #6
loop:
lda RANDOM
asl
bcc next
inx
next:
dey
bne loop
txa
... ich hätte da auch noch einen Ansätze:
sec
lda random
sbc #95
ror
clc
ror
clc
ror
clc
ror
clc
ror
im Akkumulator steht jetzt eine Zahl zwischen 0 und 5!
ich stelle nochmal eine weitere Alternative zur Diskussion, wo die Zahlen besser verteilt sind - ist allerdings auch eine Näherung, wo die 0 etwas öfters kommt als zB die 5 … will man es gleich verteilt haben, kann man mit einer Tabelle arbeiten und die Werte von Random (0-255) auf (0-5) gleichmäßig verteilen!
Hier jetzt aber die Näherung:
lda random
ror
clc
ror
clc
ror
clc
ror
clc
inc
inc
ror
inc
... mal ne Verständnis Frage:
wenn du vor dem ROL Befehl ein CLC setzt, könntest du nicht einfach statt der beiden Befehle nur ein LSR verwenden? Oder stehe ich da irgendwie auf dem Schlauch?
Irgendwer schrieb: Hier mal ein andere Herangehensweise:
``` ; Zufallszahl von 0-5 im Akku ldx #0 ldy #6 loop: lda RANDOM asl bcc next inx next: dey bne loop
txa ```
... finde ich eine "sympathische " Herangehensweise, zumindest für kleinere Zufallszahlen Bereiche.
Die Methode von Irgendwer gefällt mir sehr gut, jedoch je größer der Zufallszahlenbereich ist, desto länger wird die Ermittlung dauern.
Bei Peter weiß ich nicht, ob ich es richtig sehe aber "INC" ohne Parameter? Geht dass?
Grüße Janko
Meine Projekte findest Du hier...
Prodehl schrieb: ... und die Werte von Random (0-255) auf (0-5) gleichmäßig verteilen!
... ja aber das Problem ist doch gerade, dass sich 256 nicht auf 6 gleichmäßige verteilen lässt 😉
... ich muss zugeben, daß ich heute um ca. 4.45 aufgewacht bin und dann im Bett (im Kopf) mir diese Näherung ausgedacht habe und dann aufgestanden bin und es gepostet habe... inc geht nicht so einfach, hier müsste man wohl über die Register gehen... Die Näherung ist auch nicht besonders gut, da die 0 viel zu oft kommt!
Im Grunde ist die Lösung ja mathematisch ganz einfach: Ich habe (hoffentlich) gleich verteilte Zufallszahlen zwischen 0 und 256 - will daraus Zahlen von 0-5 machen. Also teile ich die Zufallszahlen durch 43 und schneide die Nachkommastellen ab - thats it!
In Basic wäre das so zu lösen (ich definiere jetzt mal Random als eine Zufallszahl zwischen 0-255, was ja bekanntlich in real anders in Basic ist): zufall= int(Random/43) In Zufall steht jetzt eine gleichverteilte Zufallszahl von 0-5
Das Problem ist nun allerdings: Wie teile in in Assembler eine Zahl durch 43? Das geht, ist aber echt aufwendig. Es muss also eine möglichst gut Näherung her mit folgenden Kriterien:
Los gehts.... wer bekommt diese Näherung ohne Schleife am besten mit möglichst wenig Zyklen hin?
@Olix Mit einer Tabelle oder mit z.B. #if ... #end Abfragen bekomme ich das super verteilt von 0-255 auf 0-5 hin!
Prodehl schrieb: Mit einer Tabelle oder mit z.B. #if ... #end Abfragen bekomme ich das super verteilt von 0-255 auf 0-5 hin!
... Aber nicht zu gleichen Teilen. Von den 256 Wehren kannst du 252 (42*6) in einer Tabelle verteilen. Bleiben noch 4. Dann muss ich mich für 4 Zahlen entscheiden, die etwas häufiger vorkommen als die übrigen 2
... das stimmt zwar, ist aber irrelevant, da die Wahrscheinlichkeiten für das Auftreten der Zahlen nahezu identisch ist nach Umformung. Der kleine "Rundungsfehler" geht in der normalen Ungleichverteilung der Zahlen durch den vom Rechner ebenfalls nicht gleichförmig erzeugten Zufallszahlen unter.
wenn ich z.B. die 4 mittleren Zahlen etwas häufiger anwähle bekomme ich folgende Verteilung: die 0 und die 5 kommen in 16,42% der Fälle die 1,2,3,4 kommen jeweils in 16,79% der Fälle
... Also gut, du hast mich überzeugt.
Wenn man sich dir Prozentzahlen anschaut, dann wird man in den meisten Fällen mit dieser Unschärfe gut leben können.
... auch wenn sich ein Spielkasino sicherlich nicht damit zufrieden geben würde. 😁
Olix schrieb: ... finde ich eine "sympathische " Herangehensweise, zumindest für kleinere Zufallszahlen Bereiche.
Es geht noch ein Tickchen "sympathischer" mit konstanterer Laufzeit:
; Zufallszahl von 0-5 im Akku
ldy #6
lda random
sta tmp
lda #0
loop:
asl tmp
adc #0
dey
bne loop
Werden die Zahlen größer, kann man eine Kombination von direkten Interpretationen und/oder gezählten Bits nehmen. ( z.B. 23 = random & 15 + random & 7 + 1 gezähltes random bit)
... und wie machst du dann Zufallszahlen z.B. zwischen 11 und 43 ?
11 + random & 31 + ein gezähltes random bit
... geht sogar etwas kürzer und schneller:
; Zufallszahl von 0-5 im Akku
ldy #6
ldx #0
lda random
loop:
asl
bcc nocarry
inx
nocarry:
dey
bne loop
Deine Routine ist 16 Byte lang (Temp-Variable in Zero-Page) und dauert immer 69 Zyklen
Meine Routine ist 2 Bytes kürzer (14 Byte) und dauert zwischen 59 und 64 Zyklen (Je nachdem wie oft ein Carry auftaucht)
Deine Routine wäre also von Vorteil, falls eine garantierte Laufzeit gewünscht wird.
ok, sieht wirklich sehr eloquent aus und ist bestimmt auch relativ schnell! Da ich kein Profi bin und noch von damals aus der BASIC Ecke komme, liebe ich natürlich die schönen #if Anweisungen. Daher kommt mir auch MADS voll zugute.
Ich würde es ohne groß nachdenken zu müssen so machen (ähnlich wie oben)
zufall .by 00
random = 53770
@ mva random zufall
#if .byte zufall<#11 .and .byte zufall>#43
jmp @-
#end
... schlank und übersichtlich 😉
.... und falls die Zeit und vor allem mögliche Laufzeitschwankungen keine Rolle spielen (z.B. bei der Verteilung von zufälligen Gegenständen am Anfang eines Spieles o.ä.) aber dafür auf die Programmlänge geachtet wird, dann doch einfach die If... Then Variante:
Loop:
LDA RANDOM
AND #%00000111
CMP #6
BCS Loop
... Zahl im Akku 0-5
9 Byte lang / mindestens 10 Zyklen (+ weitere 11 pro Durchlauf)
hat sich gerade mit dem letzten Beitrag Überschnitten, ist aber im Grunde vermutlich das Selbe, das der MADS beim Assemblieren dann erzeugt (bei Zahlen 0-5)
hmmm - ich habe jetzt mal beide Routinen getestet und beide stimmen nicht genau! Bei der Routine von irgendwer kommen bei mir Zahlen von 0-6 raus und bei der Routine von Olix kommen nur 0,1 korrekt, ansonsten kommen Sonderzeichen... Beim ersten Fall muss man ldy#5 nehmen, dann passt es...
Olix schrieb: ... geht sogar etwas kürzer und schneller:
Meine Routine ist 2 Bytes kürzer (14 Byte) und dauert zwischen 59 und 64 Zyklen (Je nachdem wie oft ein Carry auftaucht)
Falls der Kommentar im Code noch stimmen soll, musst Du noch ein Byte ("txa") hinzufügen... 😉
Irgendwer schrieb:
Olix schrieb: ... finde ich eine "sympathische " Herangehensweise, zumindest für kleinere Zufallszahlen Bereiche.
Es geht noch ein Tickchen "sympathischer" mit konstanterer Laufzeit:
; Zufallszahl von 0-5 im Akku ldy #5 lda random sta tmp lda #0 loop: asl tmp adc #0 dey bne loopWerden die Zahlen größer, kann man eine Kombination von direkten Interpretationen und/oder gezählten Bits nehmen. ( z.B. 23 = random & 15 + random & 7 + 1 gezähltes random bit)
stimmt - mit txa geht auch der Code von Olix - hier bekomme ich aber Werte von 0-7
bei Olix Code braucht es ldy#4
Prodehl schrieb: Beim ersten Fall muss man ldy#5 nehmen, dann passt es...
Sehr gut! Danke. Theoretisch hat es funktioniert - nur praktisch nicht! 😀
ja - kleiner Fehler.. aber der Code ist echt super!!
... da ich heute ja gar nichts anderes zu tun habe (Ironie 😉 ) - habe ich das jetzt mal mehrfach getestet und muss nun leider "Euren" Ansatz komplett verwerfen!!
Bei meinem Ansatz mit der #if -Lösung kommt man für die Zahlen 0-5 auf eine recht gute prozentuale Verteilung von ca. 12% - 20%
Bei Eurem Ansatz komme ich relativ stabil auf Verteilungswerte von knapp 3% bis 33% wobei hier die Zahlen 5 und 0 auffällig unterdurchschnittlich repräsentiert werden - irgendwas stimmt hier nicht. Das sieht fast schon aus wie eine Gaußsche Normalverteilung...
🙄 ... ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich meinen zweiten Ansatz gar nicht getestet habe, sondern nur hingeschrieben.
Aber der ganz Einfache (Die If ... Then Schleife) hat jetzt den Weg in mein Programm gefunden und funktioniert. 😀
.. hast du in deinem Assembler auch eine If - Option??
ne, so tolle moderne Dinge kann meiner natürlich nicht, ich programmiere doch noch total Oldschool auf dem Atari um mich ein wenig zu quälen 😀
Ich nenne meine Programm-Variante nur so, weil sie ja das Selbe macht:
ITSL1: LDA RANDOM ; ZUFALLSZAHL LADEN
AND #%00000111 ; NUR 0-7
CMP #6
BCS ITSL1 ; NUR 0-5
sollte im Ergebnis ja genau deiner IF...Then Lösung entsprechen. Nur mit dem Unterschied, dass ich durch die AND Funktion den Zufallsbereich von 256 schon mal vorab auf 8 mögliche Werte verringere.
@ mva random zufall
#if .byte zufall>#5
jmp @-
#end
oder? ... du kannst das ja mal spaßerhalber compilieren lassen und dann den Assemblercode mit meinerm vergleichen....
Moin, viele coole Routinen, aber irgendwie, ich weiß noch nicht.
Eigentlich wollen wir RANDOM mod 5 haben, also als Ergebnis etwas zwischen 0 und 4.
lda #5
sta modvalue
lda RANDOM
and #$07 ; hier etwas grob vorfiltern, damit die Schleife nicht zu häufig rotiert.
sec
modulus
sbc modvalue
bcs modulus
adc modvalue
Im Akku steht jetzt ein Wert zwischen 0 und 4.
ok, RANDOM mod 6 und RANDOM mod 24
Aber die richtigen Werte in den Code einbinden kann jeder selbst.
Hi Lars, schöne Routine, aber die läuft nur von 0-7 Die Zufallszahl 8 kann man schon nicht mehr generieren... schade 😉
... sollte doch gehen indem man das Vorfiltern mit dem AND anpasst....
also falls du 0-8 willst dann
and #15
Prodehl schrieb: Bei Eurem Ansatz komme ich relativ stabil auf Verteilungswerte von knapp 3% bis 33% wobei hier die Zahlen 5 und 0 auffällig unterdurchschnittlich repräsentiert werden - irgendwas stimmt hier nicht. Das sieht fast schon aus wie eine Gaußsche Normalverteilung...
...und da hast Du vollkommen recht. Nachdem ich nochmal kurz überlegt habe, komme ich zum Schluß, dass der Ansatz nicht tauglich ist. 😳 (Aber wenigstens bin nicht nur ich darauf hereingefallen... 😀 )
Eine "Random"-Zahl binär wie 01101010 oder 10101100 ergibt in der Addition immer 4 - wenn ich jetzt nicht schon wieder einen Denkfehler habe besteht die Wahrscheinlichkeit dafür 70 zu 256 also gut 27%. Hingegen gibt es nur eine Kombination von 00000000 oder 11111111 mit der Wahrscheinlichkeit von 1/256 also knapp 0,4%.
Aber vielleicht kann man das Prinzip ja dann für Logik verwenden, bei der eine solche Gewichtung (häufige/seltene Ereignisse) von Vorteil ist...
Wenn Du größere Randomwerte brauchst, musst Du den "Vorfilter" (das AND) vergrößern.
Mögliche "Vorfilter" sind halt $03, $07, $0f, $1f, $3f, $7f. Also entsprechend immer die Bits für das AND setzen. Das könnte man auch weglassen, nur dann läuft die Schleife bei kleinen modvalue Werten halt viel länger.
Willst Du es richtig dynamisch:
; modulo im Akku vorausgesetzt:
ldx #0
cmp #4
bcc ?less
inx
cmp #8
bcc ?less
inx
cmp #16
bcc ?less
inx
cmp #32
bcc ?less
inx
cmp #64
bcc ?less
inx
?less
lda RANDOM
and ?filter,x ; Vorfilter!
sec
?modulus
sbc modvalue
bcs ?modulus
adc modvalue
rts
?filter
.byte $07,$0F,$1F,$3F,$7F,$FF
Ist halt etwas fummelig im Atari 2^n-1 bits für ein AND richtig zu setzen.
LG Lars
LarsImNetz schrieb: Wenn Du größere Randomwerte brauchst, musst Du den "Vorfilter" (das AND) vergrößern.
Hier gibt es IMHO aber auch ein Problem: Der Vorfilter manipuliert nämlich auch die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Reste...
Ja, das stimmt. Aber IMHO kommt es meist darauf an recht zügig einen Random-Wert zu bekommen der in gewissen Grenzen liegt. Und mir ist es ehrlich gesagt humpe, ob er gewisse Wahrscheinlichkeiten nicht so ganz erfüllt. Hauptsache flott.
Als brauchbare Näherung reicht es für meine Zwecke völlig aus.
... mit dem größeren Vorfilter passt!
Schon cool, was man aus so einer "kleinen" Sache alles machen kann!! Was mich ein wenig stört ist allein die Tatsache, daß die meisten Ansätze die eigentlichen Random-Zahlen verändern... letztlich wartet man auf Zahlen zwischen 0-5 (oder andere Bereiche) und schneidet alles andere weg. Ob das mathematisch, statistisch korrekt ist?? 😉
Mein letzter ("toller") Ansatz behebt dieses Dilemma eindeutig:
random = 53770
zufall .by 00
tmp .by 00
mva random zufall
#if .byte zufall<#43
mva #0 tmp
#end
#if .byte zufall>=#43 .and .byte zufall<#86
mva #1 tmp
#end
#if .byte zufall>=#86 .and .byte zufall<#128
mva #2 tmp
#end
#if .byte zufall>=#128 .and .byte zufall<#170
mva #3 tmp
#end
#if .byte zufall>=#170 .and .byte zufall<#212
mva #4 tmp
#end
#if .byte zufall>=#212
mva #5 tmp
#end
lda tmp
Wenn man das nun umgekehrt abfragt, kann man auch deutlich kürzeren Code erzeugen...
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wie würdest du das dann abfragen?
Prodehl schrieb: wie würdest du das dann abfragen?
random = 53770
ldy #0
lda random
cmp #212
bcs zero
cmp #170
bcs one
cmp #128
bcs two
cmp #86
bcs three
cmp #43
bcs four
;five
iny
four iny
three iny
two iny
one iny
zero tya
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der Code ist chic
Super spannende Diskussion.
Hat jemand Motivation daraus einen kleinen Artikel fuer das Magazin zu machen?
https://mastodon.social/@cstrotm https://abbuc.social
... ja ich finde auch, daß die Diskussion hier mega spannend und befruchtend ist! Was man alles lernen kann...
Wenn sich keine findet, würde ich daraus einen kleinen Artikel machen und das von 0-5 auf 0-7 erweitern, da man dann noch einen anderen Ansatz diskutieren könnt 😉
Aber wie gesagt, wenn jemand anderes das Thema gerne präsentieren möchte - gerne!!
Hi,
ich muß ehrlich gestehen, daß ich nie gedacht hätte, daß das Generieren einer Zufallszahl in Assembler so schwierig ist.
Einige der angedachten Lösungen funktionieren nicht oder nicht richtig, ein weiterer Teil ist handgeschnitzt auf den zu erzielenden Wertebereich und den größten Teil hab ich auf die Schnelle beim Durchlesen nicht mal verstanden.
Ich wäre vermutlich sehr faul gewesen und hätte es eher wie in BASIC gemacht und einfach die Fließkommaroutinen verwendet und dann sowas wie MAXZAHL*RANDOM/255.
Von den benötigten Zyklen sprengt das natürlich jeden Rahmen und ist für die Verwendung innerhalb zeitkritischer Operationen völlig untauglich.
Dann hab ich gerade noch überlegt, daß Integer Multiplikation und Division beschränkt auf 16 Bit ja schneller sein müßte als FP. Aber allein die Erläuterung der bestehenden Algorithmen ist so abschreckend abgehoben - ne danke.
Vielleicht könnte man für Dezimalzahlen mit wenigen stellen sowas machen:
Man nehme einen zehnseitigen Würfel (0-9). Den würfelt man für jede Dezimalstelle und setzt aus den Ergebnissen die Zahl zusammen. Die Routine für 0-9 wäre dann fix. Nachteilig wäre, daß pro Dezimalstelle ein zusätzlicher Durchlauf benötigt wird und daß vielleicht eine Routine abschließend führende Nullen ausblenden muß.
Da fällt mir gerade auf: gewünscht waren ja eine Zufallszahl von 0-5 oder eine mit max 23. Das geht mit so einem zehnseitigen Würfel auch wieder nicht.
Bin echt gespannt, wie es in dem Thema weiter geht.
CU, Erhard
Jede Info, die zu Hause auf meinem Rechner liegt habe ich unterwegs nicht verfügbar. Jede Info, die im Netz liegt finde ich nicht wieder, wenn ich sie benötige.
... ich werde in den nächsten Tagen noch einen weiteren Ansatz hier posten. Theoretisch mathematisch recht einfach und oben schon angedeutet will ich die Zufallszahl von 0-255 - also das, was RANDOM ausgibt durch 43 teilen. Warum 43? die 43 steckt 5,93 mal in 255 drin - also bekomme ich durchs teilen Werte zwischen 0 und 5,9 und das auch ganz gleichmäßig verteilt! Nun ist teilen in Assembler ja bekanntlich nicht so einfach, aber wir haben ja einen Computer! Teilen einer Zahl a durch eine andere Zahl b ist ja nichts anderes, als von a solange b abzuziehen, bis wir 0 oder kleiner bekommen. Wenn ich also von der Zufallszahl 43 subtrahiere und direkt in einen Minusbereich komme (Overflow), dann ist die Routine schon fertig und wir bekommen das Ergebnis 0 . Wenn kein Overflow subtrahieren wir weiter, erhöhen das Ergebnis jeweils um 1 bis der Overflow kommt. Relativ einfach also.... daraus kann man eine feine kleine Routine machen. Braucht man höhere Zahlen, teilt man nicht durch 43, sondern durch kleine Zahlen...
Gruß Peter
na gut... hab es gleich gemacht 😉
lda #43
sta tmp
ldx #0
lda random
sbc tmp
bvs exit
inx
sbc tmp
bvs exit
inx
sbc tmp
bvs exit
inx
sbc tmp
bvs exit
inx
sbc tmp
bvs exit
inx
exit txa
hier noch etwas schlanker angepasst:
ldx #255
lda 53770
sec
lp inx
sbc #43
bcs lp
txa
Vorsicht: Das Overflow-Flag ist für Arithmetik im Zweier-Komplement (Zahlenbereich von -128 bis +127) vorgesehen. Daher funktioniert das so im allgemeinen nicht. Beispiel: Nach lda #129 : sec : sbc #2 ist das Overflow-Flag gesetzt, da 129 im Zweier-Komplement -127 entspricht und wenn man da noch 2 abzieht, kommen wir auf -129, was nicht mehr im Zweier-Komplement darstellbar ist, d.h. die CPU setzt das Overflow-Flag.
Ersetze einfach bvc durch bcs, dann klappt es, da nun das Carry-Flag entscheidet (ist auch eine Art Overflow, aber im Bereich 0 bis 255, was hier ja gewünscht ist).
... ich habe das gerade mal mit bcs getestet und entsprechend den Code geändert! Danke für den Hinweis! Ich hatte mich beim testen auch schon über komische Effekte bei höheren Subtraktionen gewundert ab 128 😉
Mit den ganzen branch-Befehlen bin ich noch nicht so im Detail auf du-und-du - da muss ich noch nachlegen, dann kann ich in kritischen Programmteilen auch besser und sinnvoller meine #if Anweisungen reduzieren!
Ja, ich hatte damals (vor knapp 40 Jahren) auch etwas gebraucht, bis ich das verstanden hatte - war eine spannende Zeit damals. 🙂
Die wichtigsten Branch-Befehle sind BEQ und BNE (oft in Verbindung mit CMP/CPY/CPX), dann BCC und BCS (ebenso und mit ADC/SBC), dann mit Abstand BPL und BMI (meist für kurze Schleifen mit 0-Durchlauf: ldy #6 : loop ... dey : bpl loop, das zählt Y von 6 bis 0 einschließlich). BVC und BVS benutze ich nur höchst selten (fast nur in Verbindung mit BIT, um Bit #6 zu testen).
@Dietrich, vielleicht sollten wir für das Thema lda/cmp/bxx ein neues Thema öffnen?
super Idee
... wie gewünscht habe ich einen entsprechenden neuen Thread begonnen ...